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Deklaration zum Schutz der Kinder vor Körperstrafen und anderen schlechten Behandlungen in der Schweiz

Bern, 7. Oktober 2008: Mit 11 zu 9 Stimmen bei einer Enthaltung beantragt die Rechtskommission dem Nationalrat, der parlamentarischen Initiative von alt Nationalrätin Ruth-Gaby Vermot-Mangold keine Folge zu geben. Die Initiative fordert die Schaffung einer gesetzlichen Norm, die Kinder explizit vor Körperstrafe und anderen schlechten Behandlungen schützt, welche die physische und psychische Integrität der Kinder verletzen. Kinderschutz Schweiz ist empört darüber, dass die Initiative gebodigt wurde, gibt aber das wichtige Thema nicht verloren sondern verfasst eine Deklaration zum Schutz der Kinder in der Schweiz. Sind auch Sie als Fachperson dieser Meinung dann unterstützen Sie die Deklaration durch ein Mail mit Ihren Koordinaten an: cordula.sanwald@kinderschutz.ch

 

Noch im Oktober 2007 hatte die Rechtskommission des Nationalrates der Parlamentarischen Initiative 06.419 -Verbesserter Schutz für Kinder vor Gewalt - von Ruth-Gaby Vermot-Mangold, Vorstandsmitglied von Kinderschutz Schweiz, mit 10 zu 9 Stimmen Folge gegeben. In ihrer Sitzung vom 21./22. August 2008 entschieden sich nun einige Mitglieder der Rechts-kommission um, nachdem die Schwesterkommission des Ständerates die Vorlage am 13. Mai 2008 mit 8 zu 3 Stimmen bereits abgelehnt hatte. Die Mehrheit der Kommission sei nach nochmaliger Prüfung jetzt doch der Ansicht, dass die bestehenden gesetzlichen Grundlagen ausreichen. Eine schwache Minderheit hingegen beantragt, der Initiative Folge zu geben. Kinderschutz Schweiz ist über die Kehrtwende empört und enttäuscht. Sie bedeutet einen klaren Rückschritt für den Schutz der Kinder in der Schweiz und wirft unser Land diesbezüglich weit zurück. Denn mit Ausnahme von Frankreich wurden in allen an die Schweiz angrenzenden Ländern Körperstrafen und entwürdigende Behandlungen gegenüber Kindern bereits untersagt, insgesamt haben sich 23 Staaten, 18 davon europäisch, zu dieser Form des Kindesschutzes bekannt.

 

Gründe für ein explizites Verbot gegen Körperstrafen gibt es viele. Kinderschutz Schweiz gibt das wichtige Thema deshalb nicht verloren. Auch nach dem enttäuschenden Entscheid der Rechtskommissionen wird an den Forderungen festgehalten, Massnahmen zu ergreifen, die Eltern in ihrer Erziehungsfähigkeit stärken und einen entsprechenden Absatz im Abschnitt elterliche Sorge des ZGB anzubringen, um sicherzustellen, dass Kinder vor körperlichen Bestrafungen, seelischen Verletzungen, Vernachlässigungen und anderen entwürdigenden Behandlungen geschützt sind.


Für Kinderschutz Schweiz steht fest: Gewalt in der Erziehung von Kindern ist nicht tolerierbar. Dies soll die folgende Deklaration für einen Schutz der Kinder vor Körperstrafen und anderen schlechten Behandlungen zum Ausdruck bringen. Diese kann von Experten und Expertinnen der Bereiche Kindesschutz, Justiz, Pädagogik und Elternbildung durch ein Mail an cordula.sanwald@kinderschutz.ch unterzeichnet werden.


Deklaration für den Schutz der Kinder vor Körperstrafen und anderen schlechten Behandlungen in der Schweiz

 

Für uns, die im Bereich Kindesschutz, Justiz, Pädagogik und Elternbildung arbeiten und als Erwachsene Kinder als eigenständige Persönlichkeiten achten, ist deren Wohl, ihr Schutz vor Gewalt und die Wahrung ihrer Rechte ein zentrales Anliegen. Wir betrachten das Engagement für eine gewaltfreie Erziehung und für eine gesetzliche Verankerung dieser Erziehungsform als eine grundlegende Aufgabe, um Kindern eine gesunde, ihre Integrität wahrende und sichere Entwicklung zu ermöglichen. Deshalb möchten wir dazu beizutragen, die gewaltfreie Erziehung in der Schweiz national zu verankern.

 

Überlegungen

  • Gewalt in der Erziehung von Kindern ist in der Schweiz ein weit verbreiteter Missstand mit hoher Dunkelziffer.
  • Int. Studien haben gezeigt, dass schon bei häufigen leichten Körperstrafen wie Ohrfeigen für Kinder und Jugendliche erhöhte Risiken bestehen: Das Gewaltrisiko bei als Kind geschlagenen Jugendlichen, liegt mehr als doppelt so hoch als das der Jugendlichen, welche mit gewaltfreier Erziehung aufwuchsen. Auch wenn körperliche Gewalt in der Erziehung keine körperlichen Verletzungen verursacht, kann sie vor allem bei wiederholtem Einsatz zu schweren psychosozialen Auffälligkeiten (Ängstlichkeit, Kontaktarmut, Drogensucht, Aggressivität, fehlendes Einfühlungsvermögen) führen.

  • Der in 08/2008 erschienene NFP 52-Bericht „Kinder und Jugend in der Schweiz“ stellt fest, dass der Erziehungsstil der Eltern entscheidend ist für die Entwicklung des jugendlichen Verhaltens. Eine mit Bestrafungen und Sanktionen operierende Erziehung führe nicht zum gewünschten Ergebnis. Vielmehr entwickelten solche Kinder eine eigenständige und gefestigte Persönlichkeit, deren Eltern einen Erziehungsstil von hoher emotionaler und kognitiver Qualität pflegen.
  • Die UNO-Kinderrechtskonvention verlangt in Art. 19 Absatz 1, dass die Vertrags-staaten geeignete Gesetzgebungsmassnahmen treffen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung oder Misshandlung, vor Verwahrlosung oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung oder Ausbeutung zu schützen.

  • Es ist nicht nachvollziehbar, warum eine Ohrfeige unter Erwachsenen einen Straf-tatbestand darstellt (Art. 126 StGB), aber Kindern gegenüber tolerierbar sein soll.
  • In der Schweiz gibt es keine gesetzliche Regelung bezüglich Gewalt in der Erziehung. Art. 11 der Bundesverfassung verlangt den Schutz der Kinder lediglich grundsätzlich. Das Bundesgericht hat sich in jüngsten Entscheiden nicht für ein klares Verbot jeglicher Gewalt in der Erziehung ausgesprochen.

  • 23 Staaten, davon 18 europäische, haben sich dieser Form des Kindesschutzes verpflichtet und machen positive Erfahrungen. Die Schweiz ist nicht dabei.

 

Wir fordern:

Es sind endlich politische und gesetzgeberische Massnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass Kinder vor körperlichen Bestrafungen, seelischen Verletzungen, sexuellen Ausbeutungen, Vernachlässigungen und anderen entwürdigenden Behandlungen in der Schweiz geschützt sind.


Was können Sie tun:

  • Unterstützen Sie die Online-Deklaration von Kinderschutz Schweiz, welche von FachexpertInnen unterzeichnet werden kann.
  • Streuen Sie das Argumentarium für eine gewaltfreie Erziehung in Ihrem beruflichen und privaten Netzwerken, denn: Eltern sollten darin unterstützt werden, positive Erziehungsmethoden zu finden, welche gesellschaftlichen Werten entsprechen, bei denen die Sicherheit jedes Einzelnen/jeder Einzelnen garantiert ist.
  • Lobbyieren Sie im Rahmen Ihres politischen Netzwerks für einen entsprechenden Absatz im Abschnitt elterliche Sorge des ZGB.
  • Schaffen Sie Öffentlichkeit, denn Erwachsene müssen wissen: eine gewaltfreie Erziehung verhilft Eltern zu einer starken und wohltuenden Autorität, die einen klaren Rahmen für die Erziehung schafft, das Kind in seiner Entwicklung lenkt und seine Integrität dennoch wahrt.

Die Unterzeichnenden

Prof. Dr. Pasqualina Perrig-ChielloHonorarprofessorin, Institut für Psychologie, Universität Bern, NFP 52 Kinder, Jugend und Generationenbeziehungen 3000 Bern 9
Dr. med. Ulrich LipsLeitender Arzt, Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle der Universitäts- und Kinderkliniken, Zürich 8032 Zürich
Stiftung Kinderschutz Schweiz Dr. Andrea Burgener Woeffray
stellver. Stiftungsratspräsidentin, ehemalige Präsidentin des Vereins Kinderschutz Schweiz, Universitätsdozentin, Heilpädagogin
3001 Bern
Maya MulleGeschäftsführerin Schweizerischer Bund Elternbildung, SBE 8032 Zürich
Ursula DolderNetzwerk Kinderschutz der Mütterberaterinnen 3097 Liebefeld
Dr. med. Rolf TemperliCo-Präsident Forum für Praxispädiatrie 3097 Liebefeld
François RapeaudVorstandsmitglied Kinderanwaltschaft Schweiz 8024 Zürich
Dr. phil. Dipl.-Psychologe Joachim SchreinerLeitender Psychologe, Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik der Universitären Kliniken Basel (UPK) 4058 Basel
Sara Tiras-ZwirnerVorstandsmitglied des Berufsverbandes der Früherzieherinnen und Früherzieher 3267 Seedorf
Dr. phil. Franz ZieglerCo-Leiter Fachstelle Kindesschutz Kanton Solothurn 4600 Olten
Dr. med. Myriam Caranzano-MaitrePräsidentin ASPI, Mitglied ISPCAN ( International Society for Prevention of Child Abuse and Neglect) 6955 Cagiallo
Dr. iur. Andreas BrunnerLeitender Oberstaatsanwalt Kt. Zürich Zürich
pro juventute Michael Marugg
Leiter Stabsstelle Recht und Politik
8008 Zürich
Martina HeubergerGeschäftsführerin Stiftung Kinder- und Jugendmuseum 5423 Freienwil
Schweizerische Stiftung des Internationalen Sozialdienstes Rolf Widmer
Direktor
Genf
Beatrice BeerSozialpädagogin HF, Jugend- und Familienberatung Küsnacht 8700 Küsnacht
Prof. Dr. phil. Hans GamperLeiter Kant. Erziehungsberatung Bern 3011 Bern
Geneviève PiretPrésidente Terre des enfants TOUS RESPECTéS 1206 Genève
Women's World Summit Foundation, WWSF- Section Enfants Laure Maitrejean
Children's Section Coordinator
1202 Genève
Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Dr. Urs Karl Egger
Vorsitzender der Geschäftsleitung
9043 Trogen
Save the Children Schweiz Daniel Meienberger
Geschäftsleiter
8006 Zürich
Limita Corina Elmer & Katrin Maurer
Leiterinnen der Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung von Mädchen und Jungen
8003 Zürich
Schweizerischer Berufsverband der Mütterberaterinnen Irène Candido
Präsidentin SVM
8036 Zürich
Sven BrandtnerDipl. Krippenleiter, Kleinkinderzieher, Berufsbildner BBT 8052 Zürich
SAJV, Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände Petra Baumberger
Co-Generalsekretärin
3000 Bern 8
Andrea EugsterSchulsozialarbeiterin 8004 Zürich
Heidi BaumliSchulsozialarbeiterin FH, Oberstufenschule Wädenswil Wädenswil
Prof.Dr. Francoise AlsakerUniversität Bern, Departement Psychologie 3000 Bern 9
Sylvia HuberStellenleiterin Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, soziokulturelle Animatorin und Stadtparlamentarierin - Pol. Frauengruppe St. Gallen PFG 9000 St. Gallen
Oskar Mathis-BlumSozialvorsteher Horw 6048 Horw
Verein Kinderanwaltschaft Schweiz Lic. iur. Katja Cavalleri Hug
Leiterin der Geschäftsstelle
8400 Winterthur
Robert RauschmeierPrimarlehrer 8903 Birmensdorf
Vincenzo MerolilloSekundarlehrer 9008 St. Gallen
Rita Neyer-RiedenerMütterberaterin HFD, Mütter- und Väterberatung 6003 Luzern
Josef SchulerLehrer, Erwachsenenbildner 6461 Isenthal
Rita BieriLeiterin Geschäftsstelle Schweiz. Verband der Mütterberaterinnen 8036 Zürich
Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen Sybille Eberhard
Präsidentin FSP
3000 Bern 14
Prof. Felix WettsteinDozent an der Fachhochschule Nordwestschweiz 4600 Olten
Dr. med. Stefanie ArmbrusterFachärztin für Kinder- und Jugendmedizin 2502 Biel/Bienne
Eveline Fahrni-GraenicherDelegierte für Kindesschutz des Schweizerischen Hebammenverbandes, freischaffende Hebamme 3604 Thun
Barbara Frei KressibucherMütterberaterin HFD, Mütter-und Väterberatung Wasseramt 4562 Biberist
Silvia FreiLeiterin Grundausbildung und Verantwortliche Qualitätssicherung, IG Spielgruppen Schweiz GmbH 4718 Holderbank
Kerstin ReissigKrippenleiterin KiTa Chäferstube 8957 Spreitenbach
Montserrat SoutoDipl. Kleinkinderzieherin, Gruppenleiterin KiTa Chäferstube Spreitenbach 8953 Dietikon
Daniela MeloneSupervisorin & Coach BSO, Mütterberaterin HFD, Dozentin Fachpersonen Kinderbetreuung, Ausbildnerin FA und Kinderkrankenschwester KWS 8600 Dübendorf
Schweizerisches Institut für Gewaltprävention (SIG) Thomas Richter
Institutsleiter
4800 Zofingen
Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste (vpod) Stefan Giger
Generalsekretär
8036 Zürich
Natascha MathisWissenschaftliche Mitarbeiterin im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement, Bundesamt für Justiz, Direktionsbereich Strafrecht, FB Straf- und Massnahmenvollzug 3003 Bern
Susan SchärrerSozialarbeiterin FH Basel
Ruth-Gaby Vermot-MangoldDr. phil, a. National- und Europarätin 3011 Bern
Peter JakoubekSozialpädagoge, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst des Kantons Zürich 8708 Männedorf
Daniela Felber-MettierKanton Luzern, Dienststelle Soziales und Gesellschaft, Bereich Sozialpädagogik 6002 Luzern
Christa BoppartBetreuerin Mittagstisch und Aufgabenhilfe in der Schule, Mitglied Kinderschutz Ostschweiz 9011 St. Gallen
Hugo ThomiStellenleiter Jugend-, Ehe- und Familienberatung Bezirk Lenzburg, Dipl. Sozialarbeiter FH, Systemisch-lösungsorinetierter Berater NDS FH 5600 Lenzburg
Forum Praxispädiatrie FPP Noëlle Müller-Tscherrig
Geschäftsführerin
8002 Zürich
Hannes GeigesPraxispädiater 8630 Rüti
Chantal GalladéNationalrätin SP, Erziehungswissenschaftlerin Winterthur
Dr. med. Daniel BarthChefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie 4500 Solothurn
Daniela MaiorinoSchulsozialarbeiterin 3302 Moosseedorf
Claudia WeilerSchulsozialarbeiterin 8645 Jona
Agota HasenfratzSchulsozialarbeit, Schule Wabern 3084 Wabern
Verein Espoir Lic.phil.I Roger Sennhauser
Pädagoge, Koordinator Verein Espoir - Hoffnung für Kinder - begleitete Pflegeplätze, Fachbereich Abklärungen
8037 Zürich
Francoise Reber-VerdonLehrperson, Wohnschule Dentenberg Worb 3076 Worb
Lic.phil.hist. René SchwyterPsychologe, Beratung von Unternehmen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich 5000 Aarau
Rudolf MerzDozent, Pädagogische Hochschule Bern 3006 Bern
Regula GassnerPrimarlehrerin 8617 Mönchaltorf
Peter NiederhauserDipl. Sozialpädagoge, Bildungsdirektion, Koordination Kinderbetreuung 3402 Burgdorf
Fachverband sozialpädagogischer Kleininstitutionen Schweiz, SKI 8132 Egg/ZH
Monica AerniKindesschutzbeauftragte, Kantonale Kindesschutzkommission 3011 Bern
Helga BerchtoldCo-Leiterin, Fachstelle Kindes- und Jugendschutz 4410 Liestal
Daniela NoserSozialpädagogin 8867 Niederurnen, Kt. Glarus
Dr. phil Heidi SimoniInstitutsleiterin, Marie Meierhofer-Institut für das Kind 8002 Zürich
Christine RebsamenHeilpädagogin 8200 Schaffhausen
Elly HauserSpielgruppenleiterin, Ausbilderin FA 7130 Ilanz
Jacinto FitzeAnimation, Fachstelle für Kinder- und Jugendfragen 3073 Gümlingen
Sabine BrunnerPsychologin, lic.phil, Gutachten / Kinderrechte, Marie Meierhofer-Institut für das Kind 8002 Zürich
Silvia SchenkAdministratorin, Marie Meierhofer-Institut für das Kind, Erwachsenenbildnerin Pflegekinder-Aktion Zürich 8002 Zürich
Fachgruppe Kindesschutz Kanton Schaffhausen Otto M. Weber
Leiter Sozialdienst
8200 Schaffhausen
Pflegekinder-Aktion Zürich Lic.phil Cornelia Zahner
Leiterin Fachstelle
8002 Zürich
Prof. Dr. Stefan SchnurrLeiter des Instituts Kinder- und Jugendhilfe an der Hochschule für Soziale Arbeit, Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) 4600 Olten
Fredy MetzgerSozialpädagoge / Wohngruppenleiter 9533 Kilchberg/SG

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