Öffentlichkeitskampagne gegen Körperstrafen - Für eine gewaltfreie Erziehung
Öffentlichkeitskampagne 30. April: Tag der gewaltfreien Erziehung (No hitting day)
Warum ein solcher Tag?
Es gibt einige Gründe für die Proklamierung eines solchen Tages. Selbstverständlich sollten 365 Tage pro Jahr möglichst ohne Gewalt in der Erziehung möglich sein. Der Alltag zeigt uns, dass das Gegenteil der Fall ist – und mit dem 30. April zumindest ein Aufhänger gefunden werden kann, sich über dieses Anliegen (Sind Kinder nicht auch Menschen, die Anrecht auf geistige und körperliche Unversehrtheit haben?) zumindest Gedanken zu machen. Kinder werden weltweit zu Opfern von erzieherischer Gewalt. Sie werden geschlagen (mit den Händen und/oder mit Gegenständen), mit den Füssen getreten, sie werden an den Haaren gerissen, es werden ihnen Verbrennungen zugefügt, sie werden geschüttelt, usw. Dass es sich bei den Betroffenen nicht um eine Minderheit handelt, zeigen Untersuchungen und Studien aus vielen Ländern.
Deklaration zum Schutz der Kinder vor Körperstrafen und anderen schlechten Behandlungen in der Schweiz
Unterzeichnen Sie als Fachperson die Deklaration zum Schutz der Kinder vor Körperstrafen und anderen schlechten Behandlungen und setzen Sie sich damit ein für politische und gesetzgeberische Massnahmen zum Schutz der Kinder vor körperlichen Bestrafungen, seelischen Verletzungen, sexuellen Ausbeutungen und Vernachlässigungen.
No hitting day - Körperstrafen haben in der Erziehung nichts verloren
Bern, 25. April 2007: "40 Prozent aller ein- bis vierjährigen Kinder werden wöchentlich körperlich bestraft." Das sagt Meinrad Perrez, Ordinarius für klinische Psychologie an der Universätät Freiburg und Leiter der Studie " Bestrafungsverfahren von Erziehungsberechigten in der Schweiz" der Uni Fribourg aus dem Jahr 2004 in einem aktuellen Bericht der Sonntagszeitung. "Ein für die Schweiz unwürdiger, Kinder verachtender Zustand", kritisiert Andrea Burgener, Präsidentin von Kinderschutz Schweiz. Die Organisation nimmt den 30. April, den „International No Hitting Day“ (Tag der gewaltlosen Erziehung), zum Anlass, um Massnahmen gegen Körperstrafen in der Erziehung zu fordern.
Erziehung ohne Gewalt - Nein zu Körperstrafen
Die Erziehung von Kindern ist oft von Strafen geprägt: Körperstrafen und andere Formen von Gewalt gehören offensichtlich zum Alltag vieler Kinder. Dies belegen zum Beispiel Untersuchungen, die aufzeigen, dass Kinder noch immer am häufigsten mit einer Ohrfeige bestraft werden. Viele Eltern mögen körperliche Strafen ablehnen, dennoch «rutscht» ihnen offensichtlich das eine oder andere Mal die Hand aus, und dieses eine oder andere Mal wiederholt sich vielleicht schon bald. Gründe dafür sind Hilflosigkeit und Überforderung. Denn Kinder provozieren, sie können Eltern «zur Weissglut bringen». In solchen Situationen Ruhe zu bewahren, ist kein einfaches Unterfangen. Dennoch: Körperstrafen sind keine wirksamen Erziehungsmittel, auch wenn sie einer erwachsenen Person kurzfristig dazu dienen mögen, sich durchzusetzen.
Kinderschutz Schweiz zum «International No Hitting Day» am 30. April 2006
Medienmitteilung vom 26.04.2006






