symbolbild

30. April | Tag der gewaltlosen Erziehung - No hitting day


Öffentlichkeitskampagne 30. April: Tag der gewaltfreien Erziehung (No hitting day)

Warum ein solcher Tag?

Es gibt einige Gründe für die Proklamierung eines solchen Tages. Selbstverständlich sollten 365 Tage pro Jahr möglichst ohne Gewalt in der Erziehung möglich sein. Der Alltag zeigt uns, dass das Gegenteil der Fall ist – und mit dem 30. April zumindest ein Aufhänger gefunden werden kann, sich über dieses Anliegen (Sind Kinder nicht auch Menschen, die Anrecht auf geistige und körperliche Unversehrtheit haben?) zumindest Gedanken zu machen. Kinder werden weltweit zu Opfern von erzieherischer Gewalt. Sie werden geschlagen (mit den Händen und/oder mit Gegenständen), mit den Füssen getreten, sie werden an den Haaren gerissen, es werden ihnen Verbrennungen zugefügt, sie werden geschüttelt, usw. Dass es sich bei den Betroffenen nicht um eine Minderheit handelt, zeigen Untersuchungen und Studien aus vielen Ländern.

No Hitting Day 2010: UN-Ausschuss gegen Folter prüft Schweizer Engagement gegen Körperstrafen an Kindern

Bern, 30. April 2010: Rechtzeitig zum internationalen „No Hitting Day“ am 30. April, dem Tag für eine gewaltlose Erziehung, nimmt der UN-Ausschuss gegen Folter (CAT) auch das Engagement der Schweiz gegen Körperstrafen an Kindern unter die Lupe. Die Stiftung Kinderschutz Schweiz kritisiert im Vorfeld, die Schweiz erfülle ihre diesbezügliche Schutzpflicht im Rahmen der UN-Kinderrechtskonvention nur bedingt. Die Antwort der Regierung im sechsten Staatenbericht der Schweiz an den CAT sei entsprechend unbefriedigend.

No Hitting Day 2009: Jetzt erheben Fachleute ihre Stimmen - Schluss mit Körperstrafen in der Erziehung

Bern, 30. April 2009: Über 50 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kindesschutz, Justiz, Pädagogik und Elternbildung stellen sich gegen die aktuelle Haltung von National- und Ständerat. In einer von der Stiftung Kinderschutz Schweiz initiierten Deklaration zum Schutz der Kinder vor Körperstrafen und anderen schlechten Behandlungen fordern sie explizit die gesetzliche Verankerung der gewaltfreien Erziehung in der Schweiz. Anlässlich des internationalen „No Hitting Day“ am heutigen 30. April 2009 beziehen einige von ihnen deutlich Stellung.

Kein besserer Schutz für Kinder

Bern, 2. Dezember 2008: Der Nationalrat hat die parlamentarische Initiative 06.419 von Alt Nationalrätin Ruth Gaby Vermot zum verbesserten Schutz für Kinder vor Gewalt mit 102 zu 71 Stimmen abgelehnt. Die Initiative wollte die gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankern und den Eltern einen klaren Orientierungsrahmen für die Erziehung geben. Für die Stiftung Kinderschutz Schweiz wurde heute eine grosse Chance verpasst, um Kinder mit gesetzlichen Grundlagen besser vor Gewalt zu schützen. Die Stiftung Kinderschutz Schweiz wird sich auch in Zukunft für die Verbesserung von gesetzlichen Rahmenbedingungen einsetzen.

Deklaration zum Schutz der Kinder vor Körperstrafen und anderen schlechten Behandlungen in der Schweiz

Unterzeichnen Sie als Fachperson die Deklaration zum Schutz der Kinder vor Körperstrafen und anderen schlechten Behandlungen und setzen Sie sich damit ein für politische und gesetzgeberische Massnahmen zum Schutz der Kinder vor körperlichen Bestrafungen, seelischen Verletzungen, sexuellen Ausbeutungen und Vernachlässigungen. 

Inhalt abgleichen