Nationales Kinderschutzprogramm für die Schweiz
Nationales Kinderschutzprogramm - Eine grosse Herausforderung
Bern, Mai 2008: Kinderschutz Schweiz steht vor einer grossen Herausforderung: Das Bundesamt für Sozialvesicherung und interessierte Stiftungen haben uns im vergangenen Jahr damit beauftragt, ein Nationales Kinderschutzprogramm zu entwickeln. Dieses soll alle Partner des Kindesschutzes einbinden, um die effektivsten Massnahmen für einen landesweiten Schutz der Kinder zu erarbeiten. Über 40 Kinderschutz-Experten erstellten im Jahr 2007 ein Grobkonzept. Rund 90 Fachpersonen aus allen Landesteilen werden nun die Details erarbeiten. So nahe waren wir noch nie daran, Kindern in der Schweiz koordiniert und nachhaltig Schutz zu sichern!
Kindersextourismus: Meldeformular für verdächtige Beobachtungen
Bern, 9. September 2008: Wer im Ausland verdächtige Beobachtungen macht, die im Zusammenhang mit Kindersextourismus stehen könnten, kann dies in der Schweiz künftig den zuständigen Strafverfolgungsbehörden melden. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) stellt dafür im Internet ein elektronisches Meldeformular zur Verfügung. Dieses wurde in Zusammenarbeit mit der Fachstelle ECPAT Switzerland von Kinderschutz Schweiz erarbeitet.
ExpertInnen erarbeiten praktische Hilfsmittel zur Früherkennung von Kindesmisshandlungen und Vernachlässigung
Bern, 18. August 2008: Wird einem Kind Gewalt angetan und bleibt dies lange unentdeckt, machen sich auch Fachpersonen Vorwürfe, die mit dem betroffenen Kind regelmässigen Umgang pflegten: Kinderärzte und -ärztinnen ebenso wie KindergärtnerInnen, Mitarbeitende von Kindertagesstätten und heilpädagogische FrüherzieherInnen. Die Hemmschwelle ist eben gross, einen allfälligen Verdacht ohne Gewähr zu äussern. Berufspersonen sind meist wenig auf dem Gebiet der Früherkennung von Gewalt an Kindern geschult. Eine ExpertInnengruppe erarbeitet nun im Rahmen des Nationalen Kinderschutzprogrammes praktische Hilfsmittel für Berufsgruppen zur Früherkennung von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung.
Erste öffentlich-private Partnerschaft für nationales Kinderschutzprogramm
Bern, 10. Juni 2008: Der Bund geht beim Kinderschutz neue Wege und verstärkt seine Aktivitäten in Zusammenarbeit mit privaten Partnern über eine so genannte Public Private Partnership (PPP). Zu diesem Zweck hat das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) zusammen mit privaten Partnern den Verein «PPP- Programme National pour la Protection de l’Enfant» gegründet. Der neue Verein soll ab 2010 ein nationales Kinderschutzprogramm umsetzen, das derzeit von Kinderschutz Schweiz in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von über 80 Schweizer Fachpersonen im Kinderschutz-Bereich erarbeitet wird.






